"Ich sehe die Dinge lieber, die uns verbinden, als die, die uns trennen." Le von Bo

Effectuation heißt diese Methode. Sie geht wenig konform mit klassischen Managementmethoden, schlimmer noch, sie widerspricht diesen und somit der alten Schule. Dies mag sicherlich nicht die beste Ausgangssituation für ein Strategiegespräch mit dem Firmensenior sein. Dennoch ist sie flexibel, dynamisch und produktiv.

Normalerweise wird ein Plan entworfen, das Budget festgelegt, das Minimalprinzip und Maximalprinzip beleuchtet. Jemand wird zum Projektleiter ernannt und alle Ressourcen  werden zur Erreichung des definierten Ziels eingesetzt.

 

Hier ist es anders!

Für diese Methode ist es wichtig, sich frei von dieser Vorgehensweise zu machen. Im Wesentlichen setzen wir ab jetzt auf  „dynamische Zielanpassung“, wir setzen auf „probieren geht über studieren“ und wir setzen auf „Planung trifft auf Zufall“. Verwendung findet diese Vorgehensweise bei sich schnell verändernden Rahmenbedingungen, komplexen und vielschichtigen Zusammenhängen und den sich daraus ergebenden mannigfaltigen Handlungssträngen. Beispiele sind „Social Media Kampagnen“ – „Akquisitionskampagnen“ – „Produkteinführungen“ – „Karrierestrategien“.

 

„Nutzen wir also kurze Planungszyklen, um Veränderungen für uns einzusetzen.“

„Suchen wir nach der Umsetzbarkeit und nicht nach dem idealen Ergebnis.“

 

• Definiere Deine Mittel!

Denken Sie nicht gleich an finanzielle Mittel, denken Sie an die Kompetenzen, Netzwerke und Fähigkeiten von Mitarbeitern und/oder Partnern. Nutzen Sie fachliches Know-how, Maschinen, Manpower, Software, Kunden und/oder Vitamin B. Setzen Sie ganz bewusst nicht auf (wenig) finanzielle Mittel.

 

• Setze auf Gewinn und nicht auf Verlust!

Verluste so niedrig wie möglich zu halten, ist ein wichtiger Bestandteil dieser Methode. Suchen Sie also erst nach kostenlosen Konzepten, dann nach dem Konzept mit den wenigsten Kosten und am Ende nach dem Konzept, bei dem Sie schnell Einnahmen generieren können. Finanzielle Verluste sollten im besten Fall gar nicht erst entstehen.

 

• Teile Deine Strategien und Taktiken!

Wenn Sie diese Regel verletzen, dann werden Sie Geld und Zeit verlieren. Es ist essentiell, dass möglichst viele Menschen, Mitarbeiter, Bekannte und Konkurrenten das Konzept begleiten, möglichst als Verbündete, im besten Fall als Beteiligte.

 

• Rechne mit dem Zufall!

Wer mit dem Zufall rechnet, kann nicht überrascht werden. Wir provozieren praktisch das System so lange, bis es reagiert und verstärken positive Entwicklungseffekte. Negative Effekte werden unmittelbar eliminiert.

 

• Verstärke, was erfolgreich ist!

Dies kann nur zeitgleich geschehen. Die Überwachung und Führung ist vergleichbar mit der Führung eines „Speedbootes“. Entscheidungen müssen schnell, dynamisch und dispositiv getroffen werden. Ein annehmbares Zeitfenster besteht aus wenigen Stunden bis wenigen Tagen. Geführt wird durch Vorbildfunktion, mit positiven Impulsen und unter Einbeziehung aller Beteiligten. Verstärkt wird alles, was positiv ist.

Vielleicht verspüren Sie nun eine gewisse Erleichterung, weil Sie es eh schon immer so machen und nun einen Verbündeten gefunden haben. Ich sende gern „Speedboote“ aus, um zu schauen, was da draußen ist. Diese „Speedboote“ sind schnell, kaum zu lokalisieren und unfassbar flexibel. Wenn eines der „Speedboote“ keinen Erfolg hat, finden in derselben Zeit drei andere fruchtbare Inseln, wenn eines der „Speedboote“ versenkt wird, dann meiden alle anderen diese Stelle und wenn eines erfolgreich ist, dann entsenden wir größere Boote mit Manpower.

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Häufig schleicht sich ein schlechtes Gewissen ein, weil man glaubt, gegen klassische Managementmethoden zu verstoßen. Ja, behalten Sie das schlechte Gewissen, das macht Sie vorsichtig und aufmerksam.

Wollen wir das Thema einmal vertiefen?

Viele Grüße Marco Kerber

 

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Eine sehr interessante Aussage !!Ich sehe meine Probleme aus einer anderen Perspektive
und hoffe das mit dieser Strategie sich meine Probleme endlich lösen werden.
Ich versuche schon seid längeren Zeit mit dieser Art meine Probleme zu lösen.Noch ist es mir leider
nicht gelungen.

Eine Methode, die sicherlich zeitgemäß ist. Jedoch sind klassische Unternehmensführungsmethoden so etwas wie Salz und Pfeffer. Praktisch unersetzbar.

Ich finde Ihre Beiträge immer interessant! Lobkarte dafür.

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